Sprechblasen

Anblasen. Vorsichtig pirsche ich mich durchs Holz. Ich gehe es an. Gegen den Wind – versteht sich. Die Gruppe Jungjäger balzt im Gebüsch. Gar nicht so einfach, die aufzustöbern. Eine Menge Gefasel und Buschieren waren nötig. Die schienen zwischenzeitlich auch beinahe ausgerottet. Rotten sich jetzt aber gerade wieder zusammen. Da. Sie äsen und knören auf der Lichtung. Ich lausche. „… und da fing doch der Grimbart an zu keckern …“. ich muss noch näher ran, ohne dass die Witterung aufnehmen. „… fliege ich meinen Terzel los …“ „… und kurz vorm aufbaumen …“ Die Burschenschaft rüttelt an ihren Federhütchen. „… sitz ich so im Anstand … „ „… da dreht der Überläufer doch mit den Tellern und …“ Scheint mir ein Beihirsch zu sein. Da weiß man gleich, wie der Hase läuft. Knirsch. Das Volk schreckt auf. Haben sie Wind bekommen? Ja. Sie halten aus und beäugen mich. Ich versuche mich im knören. „Holali?“ Nein, sie plätzen und streichen ab. Da habe ich sie wohl vergrämt. Ich bin am Ende mit meinem Latein. Ein Schuss ins Blaue. Manchmal trifft man eben die falsche Wahl. Vielleicht hätte ich besser gekeckert. Abblasen.

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